Deutsch
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So wir sind wieder in Kathmandu. Schneller als gedacht. :) Wir konnten alles machen, was wir wollten, sind einfach zu schnell gelaufen. Und im Basis-Lager hatte es zu viel Schnee, sodass wir den einen Aussichts-Punkt nicht besuchen konnten. Aber von Anfang. Wie im Titel beschrieben, hatten wir wirklich alle 4 Jahreszeiten. Angefangen im Regen, da hatte ich ja bereits beschrieben was wir hatten und wie es war. Als wir dann keinen Empfang mehr hatten, wurde das Wetter etwas besser. Heisst, am Morgen schön mit Wolken, am Nachmittag nur Wolken. Unsere Reise startete sehr gut mit dem ersten Tag. Wir liefen da. 900 Meter runter und wieder hoch. :) Auf dem Aufstieg gab es einige Blutegel, die sich an unseren Beinen vergnügten. Danach waren es pro Tag maximum 4 1/2 Stunden laufen. Eine schöne Halbtageswanderung. Natürlich machten wir dabei einige Höhenmeter. Im Makalu-Trekking gibt es viele Treppen, eigentlich gibt es nur Treppen. Sie haben dort, um es uns Touristen einfacher zu machen, alle Wege mit Treppen gemacht. Treppen hoch und Runter, Kleine und Grosse, Hauptsache Treppen. Quasi sind wir jetzt Treppen Meister. :) Natürlich gewinnt man so schnell an Höhe, macht aber auch müde Beine. Unsere Unterkünfte waren sehr einfach, denn auf diesem Trekking gibt es nicht viele Menschen. Es sind unterwegs auch keine Dörfer mehr, sondern ein "Ort" mit einer Lodge und Platz zum campieren. Mehr hat es nicht. Man kann nach dem Laufen, nicht noch Laufen und das Dorf erkunden. Man ist dann einfach in der Lodge. Die Vegetartion ist auch anders, als wie ich es bislang kannte. Die Rhododendronbäume wachsen bis hoch hinauf, dann gibt es Wachholderbäume und später kleine Bäche. Weil es so wenige Trekker hat, hat es keinen Hubschrauber Lärm, wie zum Beispiel im Khumbu. Es ist sehr ruhig und angenehm. Wenn man ein kleines Grüppchen in einer Lodge ist, trifft man sich immer wieder. Denn die Tagestouren sind eigentlich gegeben. Man wandert von Lodge zu Lodge. Wie bei uns in Bergün der Kesch-Trek. Einmal hatten wir zwei Pässe zu passieren mit einem See dazwischen. Da hatten wir zirka 10cm Schnee. Darum mein Thema 4 Jahreszeiten. Es war zum Laufen gut, vielleicht beim Abstieg etwas rutschig. Landschaftlich sehr schön. Aber kalt, wir freuten uns dann auf die nächste Lodge und das Feuer in der Mitte des Raums. :) Die Lodges im Makalu-Tal sind aus Wellblech gebaut. Das bedeutet, dass es eher kalt ist in den Zimmern. Die Betten, also Bett ist ein grosses Wort, denn hauptsächlich war es ein wie soll ich sagen, kleiner Holztisch mit einer sehr dünnen Ablage. Es war eher Hard. :) Einmal hatte ich gar kein Bett, nur eine Matratze am Boden. Für mich ist das voll ok. Habe kein Problem damit, es gibt aber schon Menschen die es gerne anders möchten. Aber genau diese Einfachheit mag ich sehr. Man braucht keinen Luxus, aber wenn er dann wieder kommt, sei es nur in Form von einer Dusche, ist das schon etwas wunderbares. :) Das Essen war immer hervorragend, auch wenn die Menü Auswahl bescheiden war, war das Essen wirklich immer super. Die beste Lodge hatten wir dann zum Schluss im Basis Lager. Sogar mit Teppich. :) Und einer doppelt so dicken Matratze Wie sonst. Wie schön. Im Basis-Lager wollten wir eigentlich zwei Nächte bleiben. Aber es hatte ziemlich viel Schnee, und wir konnten nicht alles machen. Wir liefen bis fast zum Swiss Camp. Dort übernachten die Besteiger des Makalu, ist quasi Camp 1. Beim Makalu heisst das Swiss Camp. Ganz hoch konnten wir aber nicht, eine Lawine hat uns den Weg versperrt. Bis 5000 Meter sind wir aber gekommen und hatten einen Wunderbaren Blick auf Nuptse, Lotse und Everest. Der Makalu war zum Greifen Nahe. Noch nie war ich so nahe an einem 8000er Berg. Faszinierender Berg dieser Makalu, wunderschön. Dann liefen wir wieder zurück. Und anstatt dass wir noch eine Nacht blieben, liefen wir zur nächsten Lodge. Und dann beim Runter laufen liessen wir immer eine Lodge aus, und so waren wir natürlich schneller. An einem Tag hatte ich die Treppen gezählt, dass war als wir wieder über die Zwei Pässe liefen. (Beim Makalu geht man denselben Weg wieder zurück). Und da hatten wir 7834 Treppen Schritte nach oben gemacht. Unglaublich. Eigendlich wollten wir dann auf dem Pass übernachten, sind dann aber trotzdem noch 2 1/2 Stunden nach unten gelaufen. Da hatte ich keine Energie mehr, die Treppen zu zählen. :) Zu sagen ist noch, dass auf dem Retourweg das Wetter dann am besten war. Sonnenschein und warm, fast kein Schnee mehr am Pass. Ein bisschen Wind und das schöne war, weiter unten Nebelmeer. Herrlicher Anblick. Nach dem Pass war das Trekking sehr einfach, wir waren auch schon super trainiert. :) Dann am zweitletzten Tag gab es die erste "Dusche". Heisst in Nepal ein Kübel mit warmen Wasser plus einen zweiten Kübel um sich zu waschen. Das spielt dann eh keine Rolle, man freut sich einfach, wieder sauber zu sein. :) Am zweitletzten Tag hatte Martin dann Geburtstag. Pasang hat einen Kuchen organisiert. :) wir feierten in der Lodge mit Livemusik. Der Gastgeber hat mit der Sherpa Gitarre gespielt. Wir tanzten und lachten den ganzen Abend. Es war sehr schön, Martin war sehr gerührt. Dann folgte das letzte Mal laufen, plus am nächsten Tag eine Jeep-Fahrt zurück nach Tumlingtar. Die Jeep-Fahrt war super, beim Hinweg noch alles voller Matsch, war beim Rückweg alles trocken. Die Fahrt hätte auch nicht lange gedauert, wenn nicht ein Teil (kenne den Namen nicht mehr), kaputt gegangen wäre. Der Fahrer wurde zum Mechaniker. :) Er bockte das Auto auf, mit Steinen. Er hatte zwar einen Wagen über, der war aber nicht genug. Also holte er vom Strassenrand Steine und machte unter dem Auto ein Stein Männchen. Wir trauten unseren Augen nicht. Martin der auch Mechaniker ist, hat sich kaum ein gekriegt. Dann kam ein Auto vorbei und brachte das kaputte Teil. Unglaublich wie das funktioniert hier. Ein Telefon und das nächste Auto bringt das wo man braucht. Kurzer Zeit später ging die Fahrt weiter. Was für ein Erlebnis. Dann hatten wir noch an einem einheimischen Markt halt gemacht. Es gab von der Ziege bis zum Gewürz alles was man sich vorstellen kann. :) Nachdem wir in Tumlingtar angekommen waren, machten wir noch einen Ausflug mit einem TukTuk. Dann folgte der letzte Abend mit den Trägern. Trinkgeld verteilen, Kleider verteilen, gut Essen, zusammen Essen und Singen und Tanzen. Es war wunderschön. Heute fuhren dann die Träger ein Stück mit dem Jeep zurück Richtung Chheskam. Dann noch zwei Tage laufen. Wir flogen nach Kathmandu zurück. Ein super Panorama Flug hatten wir. Wir konnten nochmals alle Berge geniessen aus dem Flugzeug. Jetzt sind wir wieder im Rokpa Guesthouse. Weil wir jetzt früher sind, fahren wir noch zwei Tage nach Narangot. Von dort können wir dann noch die Bergkette der Annapurna sehen. Am 19. November kommen wir zurück, werden noch Bhaktapur besuchen. Dann sind wir bis zum 21. November in Kathmandu und fliegen dann am 22. November heim. Unser Rucksack ist gross mit vielen schönen Erlebnissen. Alles ist gut gegangen, das ist das wichtigste.
Bis bald in Bergün.
Jeannine
English
So we're back in Kathmandu. Faster than expected. :) We were able to do everything we wanted to do, we just walked too fast. And there was too much snow at base camp, so we couldn't visit the one viewpoint. But let's start at the beginning. As described in the title, we really had all four seasons. It started with rain, and I've already described what we had and what it was like. When we lost reception, the weather improved somewhat. That is, nice and cloudy in the morning, just cloudy in the afternoon. Our trip got off to a great start on the first day. We walked 900 meters down and back up again. :) On the ascent, there were a few leeches that had fun on our legs. After that, we walked a maximum of 4 1/2 hours per day. A nice half-day hike. Of course, we gained some altitude. There are many stairs on the Makalu trek – in fact, there are only stairs. To make it easier for us tourists, they have built stairs on all the paths. Up and down stairs, small and large, the main thing is stairs. We are now stair masters, so to speak. :)
Of course, you gain altitude quickly this way, but it also tires your legs. Our accommodations were very simple, because there aren't many people on this trek. There are no more villages along
the way, just a "place" with a lodge and space to camp. That's all there is. After walking, you can't walk any more and explore the village. You just stay at the lodge. The vegetation is also
different from what I have seen before. The rhododendron trees grow high up, then there are juniper trees and later small streams. Because there are so few trekkers, there is no helicopter noise,
as there is in Khumbu, for example. It is very quiet and pleasant. When you are in a small group in a lodge, you meet up again and again. The day trips are actually a given. You hike from lodge
to lodge. Like the Kesch Trek in Bergün. Once we had to cross two passes with a lake in between. There was about 10 cm of snow. That's why I chose the theme of four seasons. It was good for
walking, maybe a little slippery on the descent. The scenery was very beautiful. But it was cold, so we looked forward to the next lodge and the fire in the middle of the room. :) The lodges in
the Makalu Valley are made of corrugated iron. That means it's rather cold in the rooms. The beds – well, bed is a big word, because it was mainly, how shall I put it, a small wooden table with a
very thin shelf. It was rather hard. :) Once I didn't even have a bed, just a mattress on the floor. That's totally fine with me. I have no problem with it, but there are people who would prefer
something different. But it's precisely this simplicity that I really like. You don't need luxury, but when it does come back, even if it's just in the form of a shower, it's something wonderful.
:) The food was always excellent. Even though the menu selection was modest, the food was always really great. We had the best lodge at the end in base camp. It even had carpet. :) And a mattress
twice as thick as usual. How nice. We actually wanted to stay two nights in base camp. But there was quite a lot of snow, and we couldn't do everything. We walked almost to Swiss Camp. That's
where the Makalu climbers stay, it's basically Camp 1. At Makalu, it's called Swiss Camp. We couldn't get all the way to the top, though, because an avalanche blocked our path. But we did get up
to 5000 meters and had a wonderful view of Nuptse, Lhotse, and Everest. Makalu was within reach. I had never been so close to an 8,000-meter mountain before. Makalu is a fascinating mountain,
beautiful. Then we walked back again. And instead of staying another night, we walked to the next lodge. And then on the way down, we skipped one lodge, which of course made us faster. One day, I
counted the steps as we walked back over the two passes. (At Makalu, you take the same route back down). And we had climbed 7,834 steps. Unbelievable. We actually wanted to spend the night on the
pass, but ended up walking downhill for another 2 1/2 hours. By then, I didn't have the energy to count the steps anymore. :) It's worth mentioning that the weather was best on the way back.
Sunshine and warm, almost no snow left on the pass. A little wind and the beautiful thing was the sea of fog further down. A magnificent sight. After the pass, the trekking was very easy, and we
were already in great shape. :) Then, on the penultimate day, we had our first "shower." In Nepal, that means a bucket of warm water plus a second bucket to wash yourself. It doesn't matter
anyway, you're just happy to be clean again. :) On the second-to-last day, it was Martin's birthday. Pasang organized a cake. :) We celebrated at the lodge with live music. The host played the
Sherpa guitar. We danced and laughed all evening. It was very nice, Martin was very touched. Then came the last hike, plus a jeep ride back to Tumlingtar the next day. The jeep ride was great. On
the way there, everything was covered in mud, but on the way back, everything was dry. The ride wouldn't have taken long if a part (I don't remember the name) hadn't broken. The driver became a
mechanic. :) He jacked up the car with stones. He had an extra car, but it wasn't enough. So he picked up stones from the side of the road and made a stone man under the car. We couldn't believe
our eyes. Martin, who is also a mechanic, could hardly contain himself. Then a car came by and brought the broken part. It's unbelievable how things work here. One phone call and the next car
brings what you need. A short time later, the journey continued. What an experience. Then we stopped at a local market. They had everything you could imagine, from goats to spices. :) After we
arrived in Tumlingtar, we took a trip in a tuk-tuk. Then came our last evening with the porters. We handed out tips and clothes, ate good food, and sang and danced together. It was wonderful.
Today, the porters drove part of the way back towards Chheskam in a jeep. Then we walked for two more days. We flew back to Kathmandu. We had a fantastic panoramic flight. We were able to enjoy
all the mountains once again from the plane. Now we are back at the Rokpa Guesthouse. Because we are here earlier than planned, we are going to Narangot for two days. From there, we will be able
to see the Annapurna mountain range. We will return on November 19 and visit Bhaktapur. We will then stay in Kathmandu until November 21 and fly home on November 22. Our backpacks are full of
wonderful experiences. Everything went well, which is the most important thing.
See you soon in Bergün.
Jeannine

















































































